Stäfa macht vorwärts
Stäfa muss und will sich nachhaltig entwickeln
Gemeinden sind verpflichtet, sich ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltig zu entwickeln, um unsere Lebensgrundlage zu erhalten.
Diese Verpflichtung ergibt sich aus der Verfassung des Standes Zürich (2005, Art. 6) sowie aus der Gemeindeordnung (2013, Art. 3).
Der Bund schreibt dazu in der Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030: „Grosse Krisen wie Pandemien, schwerwiegende Auswirkungen des Klimawandels, Konflikte und Wirtschaftskrisen […] bestätigen die Notwendigkeit von umfassenden und systemischen Ansätzen, die soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und ökologische Verantwortung gleichwertig […] berücksichtigen.”
Im Bewusstsein, dass unsere Lebensweise die Lebensgrundlage in allen Teilen der Welt beeinflusst, hat der Stäfner Gemeinderat eine Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet.
Diese Strategie strebt nicht nur an, mit lokalem Handeln global zu wirken, sondern verfolgt auch die Vision, Stäfa als lebenswerten Ort für kommende Generationen zu bewahren und weiter zu gestalten.
Die Nachhaltigkeits-Strategie orientiert sich an globalen Zielen
Der Gemeinderat hat eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, um die Lebensgrundlagen in Stäfa zu erhalten und weiter zu verbessern.
Darin orientiert er sich an den 17 Zielen einer nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen und stützt sich auf die Definition von Nachhaltigkeit gemäss Brundtland-Bericht (1987): «Dauerhafte Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.»
Im Bewusstsein, dass es dafür alle Stäfnerinnen und Stäfner braucht, ist es ihm ein Anliegen, regelmässig über die Fortschritte zu informieren und die Bevölkerung zum Mitmachen einzuladen.
Auf diese Schwerpunkte fokussiert sich die Gemeindeverwaltung
Die Stäfner Nachhaltigkeitsstrategie setzt die Schwerpunkte auf die Themen:
- Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit
- Energie, Klima und Umwelt
- Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion
Die Abteilungen der Gemeindeverwaltung prüfen ihre Entscheidungen in den Handlungsfeldern unter den Aspekten dieser drei Schwerpunkte.
Die Handlungsfelder beinhalten:
- Zusammenarbeit und Kommunikation
- Erneuerbare Energie
- Öffentliche Beschaffung
- Öffentliche Bauten
- Gemeinde als Arbeitgeberin
- Förderung und Regulation
- Monitoring und Berichterstattung
Die Verantwortlichen der Gemeinde Stäfa
Die Kommission für Nachhaltige Entwicklung (KNE)
Nachdem der Gemeinderat die Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet hatte, richtete er für die Umsetzung eine Kommission für Nachhaltige Entwicklung (KNE) ein.
Die Kommission ist politisch geführt – das Präsidium liegt bei Gemeinderätin Andrea Kuhn-Senn und das Vizepräsidium bei Gemeinderätin Claudia Hollenstein.
Zusammengesetzt ist sie aus sieben Fachpersonen mit Kompetenzen in den Themenfeldern Energie und Umwelt sowie mit einer grossen Affinität für das Thema Nachhaltigkeit.
Die KNE sorgt mit verschiedenen Projektgruppen aus der Verwaltung dafür, dass die Beschlüsse und Anträge des Gemeinderats verwirklicht werden.
Die Fachstelle Nachhaltigkeit
Die Fachstelle Nachhaltigkeit ist Bindeglied zwischen der KNE und der Verwaltung. Sie koordiniert und leitet den Prozess.
Welche Handlungsfelder die Nachhaltigkeitsstrategie beinhaltet
Wie wird der CO2-Ausstoss eingedämmt?
Um das Ausmass des Klimawandels zu begrenzen, ist eine rasche Dekarbonisierung des Energiesystems nötig. Auf Gemeindeebene stehen die lokale Stromproduktion und Energieeffizienz, vor allem aber die Umstellung der Heizenergie auf erneuerbare Energien im Fokus.
Die Gemeinde prüft weiter, mit welchen Projekten sie Fortschritte im Bereich der erneuerbaren Energien machen kann.
Bis dahin gilt nach wie vor das Förderprogramm im Rahmen der energiepolitischen Ziele: Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer können um finanzielle Unterstützung bei Energiesparmassnahmen ersuchen, etwa beim Ersatz von Heizsystemen oder dem Bau einer Photovoltaikanlage. Dafür stehen jährlich 200’000 Franken zur Verfügung.
Wo kann die öffentliche Beschaffung nachhaltiger werden?
Die Gemeinde Stäfa strebt danach, ihre Beschaffungen nachhaltig zu gestalten. Die im Juli 2025 erlassene Richtlinie legt die Grundprinzipien für eine nachhaltige Beschaffung fest. Sie fragt nach der Notwendigkeit einer (Neu-)Beschaffung und legt Minimalanforderungen bei der Beschaffung von Mobilien, Materialien, Energie, Fahrzeugen, Nahrungsmittel und Dienstleistungen fest.
Beispielkriterien sind energetische Anforderungen, Ansprüche der Kreislaufwirtschaft sowie faire Arbeitsbedingungen und lokale Anbietende. Wichtige Bereiche sind Bauprojekte oder Verbrauchsmaterialien. Auch Nahrungsmittel sollen Mindestanforderungen erfüllen, die sowohl Umwelt- und Klimaschutz als auch fairen Handel berücksichtigen.
Welche Standards sollen für Bauten gelten?
Nachhaltigkeit bei öffentlichen Hoch- und Tiefbauten bedeutet, bei der Wahl von Materialien auf nachhaltige Kriterien zu achten, den Energiebedarf durch energetische Sanierungen zu senken und bei der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energiesysteme umzustellen.
Es wird geprüft, an welchen Nachhaltigkeitsstandards die Gemeinde sich bei Sanierungen und Neubauten orientieren soll
Welche Unternehmenskultur strebt eine nachhaltige Entwicklung an?
Die Gemeinde zeichnet sich durch ihre offene Grundhaltung aus.
Als Arbeitgeberin nimmt sie ihre Verpflichtung und Vorbildfunktion rund um Nachhaltigkeit wahr, insbesondere bei den Themen Inklusion und Chancengleichheit, Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz, Integrität und Gesundheit, Personalentwicklung sowie bei der Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort.
Sie arbeitet an Massnahmen, die bereits bestehende Konzepte wie die Personalentwicklungsstrategie oder das betriebliche Gesundheitsmanagement ergänzen.
Die Unternehmenskultur wird so ausgerichtet, dass Nachhaltigkeit umfassend umgesetzt werden kann.
Wie kann die Gemeinde Nachhaltigkeit fördern?
Ob Lichtemission, Biodiversität, Neophytenbekämpfung, Benützung des öffentlichen Grunds oder öffentlicher Einrichtungen: Die Gemeinde hat in vielen Bereichen die Befugnis, Empfehlungen abzugeben, Anforderungen zu stellen oder die Qualität der Ausführung zu bestimmen.
Das ermöglicht ihr, die nachhaltige Entwicklung mittels Information, Förderung und zuletzt auch Regulierung voranzubringen.
Wie kommuniziert die Gemeinde transparent?
Indem die Gemeinde kontinuierlich über die Fortschritte ihrer Nachhaltigkeitsbemühungen informiert, schafft sie Transparenz.
Von der Nutzung verschiedener Kommunikationskanäle verspricht sich der Gemeinderat einen dichten Austausch mit allen, die sich für ein nachhaltiges Stäfa engagieren wollen. Er hofft, dass dadurch eine anregende Dynamik entsteht, sodass der Gemeinderat und die Bevölkerung Stäfa gemeinsam gestalten.
Zusammen mit den Projektinitianten und freiwillig Engagierten in Stäfa schaffen wir ein lebenswertes Dorf.
Wie überprüft die Gemeinde den Erfolg ihrer Massnahmen?
Der Gemeinderat installiert ein Monitoring, um den Erfolg der nachhaltigen Massnahmen jährlich zu überprüfen und Korrekturen für die weitere Umsetzung vorzunehmen.
Die Ergebnisse dieser Überprüfung werden in einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht festgehalten. Auf der Grundlage des Monitorings kann der Gemeinderat die Nachhaltigkeitsstrategie regelmässig überarbeiten.
Entstehung und Entwicklung des Konzepts
Wo der Begriff Nachhaltigkeit herkommt
Der Begriff Nachhaltigkeit geht auf die Forstwissenschaft zurück und tauchte erstmals im 18. Jahrhundert im deutschen Sprachgebrauch auf.
Damals war damit gemeint, dass nicht mehr Holz gefällt werden soll, als jeweils nachwachsen kann, sodass eine langfristige Verfügbarkeit sichergestellt wird. Ein nachhaltiger Umgang mit dem Forst war demnach einer, der die Langfristigkeit gewährleistet.
Die Vereinten Nationen prägen Nachhaltigkeit neu
Zu der ökologischen und der ökonomischen Komponente des Begriffs kam mit der Herausbildung der UNCED-Konferenz (United Nations Conference on Environment and Development) die ethische hinzu: Wie werden begrenzte Ressourcen verteilt? Welche Verantwortung tragen Generationen für die nachkommenden?
An der ersten dieser Konferenzen 1972 in Stockholm nahmen 114 Staaten teil. Das UNEP (United Nations Environment Programme) stellt sicher, dass seither alle zehn Jahre eine UNO-Umweltkonferenz durchgeführt wird.
Nachhaltigkeit beruht auf drei Säulen
An der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro nahmen bereits 178 Staaten teil.
Eines der verabschiedeten Dokumente war die Agenda 21, ein Aktionsprogramm für eine weltweite nachhaltige Entwicklung. Das darin beschriebene Konzept der Nachhaltigkeit bezog sich auf das 3-Säulen-Modell und fusste auf der Erkenntnis, dass globaler Umweltschutz nur möglich ist, wenn die Politik zugleich ökonomische und soziale Aspekte beachtet.
Man war sich einig, dass Handlungsbedarf zur Erhaltung der Lebensgrundlagen dringend und die Zusammenarbeit der Staaten notwendig ist.
Die UN legen 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung fest
2017 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Agenda 2030, die 17 Ziele für eine weltweit nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene beinhaltet.
Im Sprachgebrauch hat sich die Abkürzung der englischen Bezeichnung Sustainable Development Goals durchgesetzt: SDGs. An diesen Zielen orientiert sich auch die Nachhaltigkeitsstrategie 2040 des Gemeinderats.
Die SDGs fliessen in die Agenda des Bundes ein
Auch in der Schweiz werden die 17 Ziele bei innenpolitischen Entscheidungen verstärkt berücksichtigt und gegenüber der Schweizer Bevölkerung kommuniziert.
In seiner Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 zeigt der Bundesrat auf, welche Schwerpunkte er für die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung setzt.
Die drei Schwerpunktthemen der Strategie sind 1) nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion, 2) Klima, Energie und Biodiversität und 3) Chancengleichheit und sozialer Zusammenhalt.
Alle drei Jahre entwirft der Bundesrat einen Aktionsplan und erläutert in einem Zwischenbericht den aktuellen Stand der Umsetzung.
Stäfa trägt zu den 17 Zielen bei
Seit 2022 dient die Nachhaltigkeitsstrategie des Stäfner Gemeinderats der Verwaltung als Leitlinie für zukünftige Entscheidungen und Handlungen.
Die Abteilungen richten ihre Arbeit bereits darauf aus, Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene zu festigen und zu entwickeln und damit ihren Beitrag zu den 17 Zielen der UN zu leisten.
Auch aus der Bevölkerung ist viel Engagement spürbar. Der Verein Lokale Agenda 21 Stäfa ist seit Jahren aktiv daran, die Nachhaltigkeit in Stäfa voranzutreiben, und arbeitet dabei eng mit der Verwaltung zusammen.
Kommunikation macht Stäfner Nachhaltigkeit erlebbar
Wofür braucht es eine Nachhaltigkeitskommunikation?
Die Stäfner Nachhaltigkeitskommunikation dokumentiert, wie die Nachhaltigkeitsstrategie umgesetzt wird. Sie zeigt auf, wie Stäfa auf dem Weg zur zukunftsfähigen und lebenswerten Gemeinde voranschreitet. Sie bietet eine Übersicht darüber, was in Stäfa passiert: was die Gemeindeverwaltung umsetzt und wie Bevölkerung, Vereine und Gewerbe mitziehen.
Die Kommunikationskanäle
Website
Social-Media-Kanäle der Gemeindeverwaltung
Mailing
Mailing in alle Haushalte mit beigelegter Nachhaltigkeitszeitung.
Pressemitteilungen
Pressemitteilungen bei Neuigkeiten, die über die Gemeindegrenze hinweg interessant sind.
Ziele der Stäfner Nachhaltigkeitskommunikation
Durch die Stäfner Nachhaltigkeitskommunikation wird das Vorwärtskommen der ganzen Gemeinde sichtbar, was gleichzeitig die nachhaltige Entwicklung Stäfas fördert.
Wem und was nützt die Stäfner Nachhaltigkeitskommunikation?
Die Stäfner Nachhaltigkeits-Kommunikation bietet Akteurinnen und Akteuren in Sachen Nachhaltigkeit eine Plattform und einen Kommunikationsservice, sodass sie ihre Informationen und Angebote veröffentlichen können.
Umgekehrt erfahren interessierte Stäfnerinnen und Stäfner über diese Webseite, im Newsletter und auf Social-Media-Kanälen von neuen Angeboten im Bereich Nachhaltigkeit.
Bleiben Sie informiert – mit unserem Newsletter
Erhalten Sie Informationen über die neusten Projekte und Entwicklungen direkt in Ihr Postfach.
Bitte Pflichtfelder* ausfüllen.
Ihre Daten werden nur für Versand des Newsletters genutzt. Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung.
